Seminar "Lost in translation..? - Sexualität und sexuelle Bildung als Thema in der Arbeit mit Geflüchteten"
geschrieben am 6. Februar 2019 um 12:46 Uhr · Tags: termin, artikel · findet statt am 28. März 2019 um 9:00 Uhr

Sexualität und sexuelle Gesundheit sind zentrale Bestandteile der menschlichen Persönlichkeit.

Sich auch zum Thema Sexualität zurecht zu finden und sprachfähig zu sein, das Kennenlernen und der Austausch über sexuelle Normen, Rollen, Verhaltenscodes und Rechte können das Ankommen in einer Gesellschaft sowie des Verstehen erleichtern. Mitarbeitende und Einrichtungen, die mit geflüchteten Menschen arbeiten, stehen dabei oft vor verschiedenen strukturellen und persönlichen Herausforderungen.

Die Weiterbildung findet am 28. März 2019 von 9-16 Uhr in den Vereinsräumlichkeiten statt.


Welche (neuen) Herausforderungen stellen sich in der Arbeit mit geflüchteten Menschen? Welche Bedarfe bestehen? Welche Angebote sollten bereitgestelllt werden und wie können diese gestaltet sein? Und welche Rolle spielen die eigene Sozialisation, die eigene Haltung für die Arbeit mit Geflüchteten zum Thema Sexualität?

Die Weiterbildung richtet sich an Fachkräfte die mit Menschen mit Fluchtbiografie arbeiten. Sie sensibilisiert Fachkräfte für das Thema Sexualität in ihrem Arbeitskontext. Es wird thematisiert, welche Haltungen, Rahmenbedingungen und Vorgehensweisen Fachkräfte dabei unterstützen können, dem Schutzauftrag und der Inanspruchnahme der sexuellen und reproduktiven Rechte ihrer Klient_innen gerecht zu werden.

Es werden Einblicke in die Möglichkeiten Sexueller Bildung und Prävention sexualisierter Grenzverletzungen in Unterkünften gegeben. Desweiteren suchen wir entlang von Erfahrungen und offenen Fragen aus der Praxis der Teilnehmenden konkrete Antworten und Impulse für die eigenen Arbeit. Es wird Gelegenheit geben, die eigenen Haltungen, Werte, Grenzen und Unsicherheiten zu beleuchten sowie niederschwellige Methoden auszuprobieren, die hilfreich für einen gelingenden, offenen und sensiblen Dialog sein können.

Inhalte und Ziele

  • Wissensvermittlung zu Sexualität und sexueller Entwicklung im Lebensverlauf und in Bezug zu Migration
  • Sexualität als Thema im Einrichtungsalltag: Was sind Herausforderungen? Wie umgehen mit Missverständnissen, dem Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und dem Schutzauftrag vor sexualisierter Gewalt?
  • Die eigenen Haltung: Was sind eigene Grenzen, Tabus, Überzeugungen? Wie achte ich die eigenen Grenzen und die der Klient*innen?
  • Zeit für Austausch, Fälle aus dem Alltag reflektieren
  • Was braucht es im Team und innerhalb der EInrichtung, um mit dem Thema gut umgehen zu können?
  • Förderung der Sprachfähigkeit im Thema sowohl im Team als auch mit Klient_innen sprachfähig, um sexuelle Themen anzusprechen bzw. in einen wertschätzenden Diaolog zu treten
  • Stärkung der Verweisungskompetenz zu externen Fachkräften/ Beratungsstellen, die zu sexueller und reproduktiver Gesundheit bzw. Sexueller Bildung arbeiten.
  • Reflexion in Bezug auf eigene Kapazitäten, Haltungen, Grenzen und Rechte im Themenfeld.


Referentin

Karoline Heyne

Referentin für Sexuelle Bildung, Beratung und Sexualpädagogik, Sexualwissenschaftlerin (i.A.),

Dipl. - Sozialpädagogin, Systemische Beraterin

www.beziehungsweise-wachsen.de

karoline.heyne@web.de


Gefördert durch den Freistaat Sachsen im Rahmen des Landesprogramms Integrative Maßnahmen.