We are the future

Festival der d.a.s.-Jugend - Kooperationsprojekt mit Bon Courage e.V.

Bericht der d.a.s.-Jugend:

Wegen der breiten Neonazi-Szene im Landkreis Leipzig, speziell auch in Frohburg, hat sich die d.a.s. – Jugend aus Borna dazu entschlossen, mit einem kleinen Festival dagegen zuwirken. Im Vorfeld des Festivals haben sich die an der Organisation Beteiligten in Arbeitsgruppen geteilt, um die einzelnen Punkte besser organisieren zu können. Mit einem Abstand von etwa zwei Wochen traf sich die Gesamtgruppe zu Plena, wo die Ergebnisse der einzelnen Treffen zusammengetragen und diskutiert wurden. Für die Anträge bei den verschiedenen Stiftungen entstand eine eigene Arbeitsgruppe. Eine andere Arbeitsgruppe konnte durch die Kooperation mit dem „Netzwerk 360°“ die Leiter_innen für die Workshops finden. Auch die Bands standen nach Anfrage und unkomplizierter Verständigung, über den genauen Ablauf, fest. Die Kochgruppe „Volxküche Mittelsachsen“ konnte für die Zubereitung eines Abendessens für die Bandmitglieder_innen gewonnen werden. Die Kochgruppe „Leipzig Vegan“ verteilte an dem Festivalabend veganen Gulasch. Über soziale Netzwerke, das Verteilen von Flyern und Aufhängen von Plakaten, die gemeinsam von der Projektgruppe entworfen wurden, fanden sich viele junge Menschen aus dem Landkreis sowie über die Grenzen des Landkreises hinaus, die das Festival besuchten. Die Flyer wurden vor allem in Borna und Umgebung verteilt. Am Festival-Tag begann die Projektgruppe früh mit der Vorbereitung der Räumlichkeiten im Schützenhaus Frohburg. Der Weg vom Bahnhof zum Festival-Ort wurde durch Schilder markiert, die Workshopräume vorbereitet und die Bühnentechnik aufgebaut. Gegen Mittag fanden sich die ersten Gäste ein. Ab 13:00 Uhr begann der erste Workshop-Block. Großen Zulauf gab es hierbei vor allem beim Workshop „Anarchistische Lebensweisen“. Am späten Nachmittag setzten sich die Anwesenden im zweiten Workshop-Block entweder mit Anti-Seximus auseinander oder übten sich beim Gaukeln. Nach den erfolgreichen Workshop-Blocks stärkten sich alle mit Burgern, die während des Workshops „Veganismus“ zubereitet wurden. Kurz nach 19:00 Uhr begannen die Liedermacher und Bands zu spielen, wobei die Zahl der Gäste enorm stieg. Mit einer Viertelstunde Verzug fand alles nach Zeitplan statt. Den Höhepunkt des Abends bildete die Band Fahnenflucht. Der nächste Morgen begann mit einem gemütlichen Frühstück in einer großen Runde. Durch die vielen helfenden Hände war das Aufräumen nach gut zwei Stunden erledigt. In einem Plenum nach dem Festival, an dem sich alle Organisator_innen beteiligten, wurden die Ereignisse des Abends reflektiert und Ideen für weitere Projekte gesammelt.