Empowerment für Migrant*innen-Selbst-Organisationen

Vom 01.11.2019 bis 15.12.2020 arbeiteten wir am Projekt „Empowerment für Migrant:innen-Selbst-Organisationen“.


Am Anfang stand die Idee, die Verwaltungs- und Projekt-Kompetenzen von zivilgesellschaftlich engagierte Personen im Landkreis Leipzig und der Stadt Leipzig zu stärken. Insbesondere wollten wir Migrant:innenorganisationen erreichen, um dieses in ihrer Arbeit im Einzugsgebiet zu unterstützen. Dafür hatten wir Seminare geplant, um die theoretischen Grundlagen praxisnah zu vermitteln. Dazu sollten Beratungsangebote für Fragen und Unterstützung zum konkreten Praxistransfer bei der eigenen Arbeit die Seminare begleiten. Eine online zugänglichen Wissensbasis mit Vorlagen zum Nachschlagen, Selbstlernen und Ergebnissicherung sollte das eigenständige Handeln unterstützen. In einer Zukunftswerkstatt sahen wir vor, unser Angebot zu evaluieren und zur Vernetzung sowie zur langfristigen Sicherung der (Wissens-)Ressourcen in den Migrant:innen-Strukturen beizutragen.


Unser Projektplan scheiterte jedoch im April 2020 mit der Gewissheit, dass wir unser Vorhanden mit den der Corona-Pandemie einhergehenden Einschränkungen nicht wie geplant umsetzen können. Präsenz-Seminare, persönliche Beratungen und eine anschließende Projekt-Evaluation mit allen Beteiligten war unter diesen Umständen nicht möglich. Zu diesem Zeitpunkt haben die am Projekt Beteiligten und Kooperationspartner:innen eine neue Strategie überlegt, wie dennoch ein Angebot zur Unterstützung der Verwaltungs- und Projekt-Kompetenzen realisiert werden kann. Entsprechend wendeten wir uns an die beiden Fördermittelgeber:innen des ursprünglichen Vorhabens und teilten mit, dass die geplanten Bausteine nicht umgesetzt werden können. Gleichzeitig schlugen wir eine umfangreiche Änderung des bisherigen Antrages vor und fragten, ob wir die Mittel zur Konzeption und Erstellung eines E-Learning-Angebotes einsetzen können. Für die konkrete Durchführung von Internet-Formaten gab es Vorgespräche und Zusagen diese zu ermöglichen.


Von beiden Fördermittelgeber:innen gab es schnell eine positive Rückmeldung und wir konnten mir der Arbeit an dem Internet-Seminar beginnen. Der neue Fahrplan war, bis 31.07.2020 sowohl ein Konzept zur Vermittlung der Grundlagen der Buchhaltung in gemeinnützigen Vereinen als auch alle notwendigen Materialien zu entwickeln, sodass dieses durch Referent:innen direkt umgesetzt werden können. Begonnen haben wir mit der Sammlung und Analyse von vorhandenen (Präsenz-)Angeboten und Erfahrungen der Vernetzung Leipziger Vereinsberater:innen. Hierbei konnten wir insbesondere die Vorarbeiten von plus humanité e.V. nutzen, welche seit mehreren Jahren an einem nachhaltigen und barrierefreien Vermittlungskonzept zu Vereinswissen arbeiten und beispielsweise ein Wörterbuch mit wichtigen Begriffe in der Vereinsbuchhaltung in geprüfter Leichter Sprache samt Illustrationen bereitstellen. Anhand dieser Materialien lernten wir, dass wir immer noch viele Voraussetzungen hinsichtlich von Begriffen und Vorstellungen über finanzielle Abläufe in unserem Seminarkonzept verfestigt hatten und wollten das Konzept nochmal grundlegend überarbeiten. Mitte Juli fragten wir bei der Stiftung :do und der Amadeu Antonio Stiftung erneut nach einer Änderung des Projektes in Form einer Verlängerung des Projektzeitraums, welche bis 15.12.2020 gewährt wurde. Wir wollten ein Seminar konzipieren, welches im digitalen Raum Beteiligung ermöglicht, Akteur:innen zu vernetzt und und nachhaltig Kompetenzen vermittelt. Nach mehreren Testläufen mit Freiwilligen war Mitte Oktober 2020 der Prototyp des Internet-Seminars fertig.


Gefördert durch die Amadeu Antonio Stiftung und die Stiftung :do.