Migrantische Selbsthilfe stärken
Manche Erfahrungen muss man nicht allein tragen. Selbsthilfe schafft Räume, in denen Menschen zusammenkommen, sich austauschen und gegenseitig stärken können. Für uns ist sie deshalb eine niedrigschwellige Form migrantischer Selbstorganisation – und eine Möglichkeit, eigene Themen und Bedürfnisse gemeinsam in die Hand zu nehmen.
Im Projekt begleiten wir spanischsprachige Selbsthilfegruppen von Frauen und Männern und unterstützen sie dabei, ihre eigenen Strukturen aufzubauen und zunehmend selbstständig zu gestalten. Dabei geht es um Austausch und gegenseitige Unterstützung, aber auch um belastende Erfahrungen im Migrationsalltag, psychische Gesundheit, Familie, Integration oder Diskriminierung. Die Gruppen entscheiden selbst, welche Themen für sie wichtig sind und wie sie ihre Treffen gestalten möchten.
Gleichzeitig wollen wir Selbsthilfe in den migrantischen Communities bekannter machen. Bei offenen, mehrsprachigen Informations- und Austauschtreffen zeigen wir, wie vielfältig Selbsthilfe sein kann und kommen mit Menschen über ihre eigenen Erfahrungen, Interessen und Bedarfe ins Gespräch. Dabei schauen wir auch darauf, welche Formen von gegenseitiger Unterstützung und Selbstorganisation in migrantischen Communities bereits bestehen.
Und wir wollen aus diesen Erfahrungen lernen: Während des Projektes sammeln und dokumentieren wir Erfahrungen, Bedarfe und Herausforderungen. Daraus entwickeln wir konkrete Empfehlungen, wie migrantische Selbsthilfe auch zukünftig gut unterstützt und bestehende Selbsthilfestrukturen interkulturell geöffnet werden können.
