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« Neues (Seite 1) » am 09.08.2010 um 16:44 Uhr
am 09.08.2010 um 16:10 Uhr Original hier: treibhaus-doebeln.de/index.php?id=118&tx_ttnews[tt_news]=209 Autos in Flammen: Brandanschläge auf Fahrzeuge von Mitgliedern des Treibhaus e.V. Döbeln Döbeln, 30. Juli 2010 In der Nacht vom 13.07.2010 auf den 14.07.2010 verübten bisher noch unbekannte TäterInnen in Döbeln Brandanschläge auf zwei Fahrzeuge von Mitgliedern des Treibhaus e.V. Döbeln. Beide Betroffene treten seit Jahren für eine weltoffene, demokratische und nichtrassistische Gesellschaft ein und sind durch ihr Engagement beim Treibhaus e.V. öffentlich bekannt. Ebenso waren beide bereits in der Vergangenheit Opfer rechtsextremer Aktivitäten, EmpfängerInnen von Drohungen und haben vor Gericht gegen Döbelner Neonazis ausgesagt. Zuletzt wurde einem der Opfer wenige Tage vor der Tat von stadtbekannten Neonazis mit den Worten „Dich und deine Karre fackeln wir ab" gedroht. Auch der Treibhaus e.V. selbst war bereits mehrfach rechtsextremen Übergriffen ausgesetzt. Die Angriffe reihen sich ein in eine Kette von Brandanschlägen in Mittelsachsen, bei denen die TäterInnen in der rechten Szene zu vermuten sind. Bereits im März verübten bislang immer noch unbekannte TäterInnen einen Brandanschlag auf die Räumlichkeiten eines soziokulturellen Vereins in Freiberg und hinterließen Aufkleber mit rechten Parolen. In der vergangenen Woche wurden in Freiberg erneut zwei Brandanschläge auf Restaurants ausländischer BetreiberInnen verübt. Die Reaktionen auf die Anschläge sind sehr unterschiedlich. Während vereinzelt politische AkteurInnen auf Landes- und Kreisebene ihre Solidarität bekundet haben, ist der Treibhaus e.V. enttäuscht darüber, dass bis heute von Seiten der Stadt weder eine öffentliche Äußerung zu den Vorfällen, noch eine Kontaktaufnahme geschehen ist. Die Polizei möchte in keinem der Fälle einen rechtsextremen Hintergrund der Taten bestätigen. Die Brandanschläge sind ein Angriff auf die Grundwerte unserer demokratischen Gesellschaft und die Grundrechte der Betroffenen. Nur wenn klar ist, dass Betroffene nach solchen Anschlägen nicht allein stehen, wird es weiter möglich sein, sich gegen Neonazis zu engagieren und für demokratische Werte zu streiten. Uns ist es daher wichtig, den Betroffenen den Rücken zu stärken und sie zu unterstützen. Neben moralischem Beistand ist auch ein Ausgleich der finanziellen Schäden notwendig, da die Autoversicherungen nur einen Teil der entstandenen Kosten abdecken. Der Treibhaus e.V. Döbeln bittet daher um ihre Spenden, um seine Mitglieder bei der Deckung der Restkosten in Höhe von 1.500 € unterstützen zu können. Dazu hat die Opferberatung RAA Sachsen e.V. freundlicherweise ein Spendenkonto eingerichtet: RAA Sachsen e.V. Spenden sind steuerlich absetzbar. Spendenquittungen werden auf Wunsch gerne ausgestellt. Die SpenderInnen werden veröffentlicht, bitte kennzeichnen Sie deshalb anonyme Spenden. Sollten mehr Spenden eingehen, als zur Deckung der Kosten benötigt, so werden diese an den Opferfonds der RAA Sachsen weitergereicht, um anderen Betroffenen rechter Gewalt zu helfen. Mit freundlichen Grüßen Treibhaus e.V. Döbeln am 16.07.2010 um 11:33 Uhr Wir dokumentieren eine Presseinformation des Treibhaus e.V. Döbeln. In der Nacht zum gestrigen Donnerstag gab es einen weiteren Anschlag.
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