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« Neues (Seite 1) » am 02.04.2012 um 17:30 Uhr Nach der polizeilichen Stellungsnahme vom 31.3.2012 sah sich unser Verein gezwungen, sich zu den Vorfällen am 28.3.2012 im Flüchtlingsheim in Thräna zu äußern. Wir sehen die Verhältnismäßigkeit der Mittel nach unseren Informationen nicht gewahrt. am 16.02.2012 um 11:53 Uhr
Als ich Anfang des vergangenen Jahres wieder einmal interessiert das reichhaltige Angebot des Buchladens „El Libro" in Leipzig-Connewitz durchgeforstet habe, stolperte ich schließlich über ein mir bislang unbekanntes Buch mit dem Titel „Von Jakarta bis Johannesburg - Anarchismus weltweit", das gemeinsam von Gabriel Kuhn und Sebastian Kalicha erarbeitet worden ist. Da ich einerseits Kuhns Bücher aufgrund ihrer interessanten Themenvielfalt und seinem angenehm unkomplizierten Schreibstil recht gern lese und der Klappentext besagten Buches andererseits offerierte, einen spannenden Überblick über gegenwärtige internationale anarchistische Strukturen zu geben, entschied ich mich dafür, das Buch ohne großes Zögern zu kaufen. Das stattliche 400 Seiten umfassende Werk beinhaltet insgesamt knapp 50 Interviews, die mit AktisvistInnen der anarchistischen Bewegung aus der ganzen Welt geführt wurden. Folglich kommen auch AnarchistInnen aus Regionen zu Wort, von denen ich nicht unbedingt erwartet hätte, dass dort - so z.B. in der Türkei, in Südafrika oder in weiten Teilen Asiens - überhaupt anarchistische Strukturen existieren. Die Vielfalt der inhaltlichen Schwerpunkte der politischen Arbeit der befragten AkteurInnen und Gruppen spiegelt zudem eindrucksvoll und ermutigend den Facettenreichtum und zum Teil auch die ungebrochene Wirkungskraft anarchistischer Gedanken und Ideale wider. All diese Tatsachen waren letztendlich ausschlaggebend dafür, dass wir mit unserem Verein Bon Courage e.V. den Plan fasste, zwei Lesungen mit Sebastian Kalicha zu eben jenem Buch zu organisieren. Sebastian nahm hierfür extra den weiten Weg von Wien nach Sachsen auf sich, um am 15. April 2011 in Borna in unserem Vereinsbüro für rund 15 interessierte Anwesende die Entstehungsgeschichte seines Buches zu rekapitulieren und selbstverständlich auch etliche Passagen aus demselbigen vorzulesen. Am darauffolgenden Tag wiederholten wir für ca. 25 ZuhörerInnen die etwa 1 ½-stündige Veranstaltung in Leipzig-Plagwitz, bevor Sebastian am Sonntag wieder die Heimreise antrat. Vor dem Hintergrund der spannenden Gespräche, die wir mit Sebastian während seines Aufenthalts führten, reifte in mir recht fix die Idee heran, ein Interview mit ihm zu führen, um euch auf jenes sehr lesenswerte Buch aufmerksam zu machen, aber auch, um einen Einblick in Sebastians interessantes Leben sowie hinsichtlich seiner Gedanken gegenüber dem Anarchismus zu gewähren. am 09.02.2012 um 22:50 Uhr Patenschaft(serklärung) für Flüchtlinge im Landkreis Leipzig am 12.01.2012 um 12:14 Uhr CDU setzt Diffamierungskampagne gegen Bon Courag fort Bon Courage veröffentlicht eine letzte Stellungnahme und sucht erneut eine konstruktive Diskussion Nachdem bereits im Jahr 2011 die CDU nicht müde wurde den Verein Bon Courage zu kritisieren, setzt sich dieser Trend auch im neuen Jahr fort. In einem Zeitungsartikel vom 10. Januar äußert sich diesmal der Landtagsabgeordnete Georg-Ludwig von Breitenbuch zum Thema und offenbart einmal mehr, dass die CDU es scheinbar ablehnt sich auf konstruktive Weise mit Themen zu beschäftigen. Argumente gegen die Ablehnung der Extremismusklausel können leider vergeblich gesucht werden. Vielmehr schleudert von Breitenbuch mit wilden Assoziationen um sich, in deren Folge alles, was seiner Meinung nach links ist, mit der Stasi und der RAF sympathisiert. Einer solchen Logik folgend müsste auch alles, was rechts ist im Zusammenhang mit der Gestapo und der Zwickauer Zelle gesehen werden. Dass jedoch qualitative Unterschiede zwischen RAF und „NSU“ bestehen und dass auch die DDR keine Vernichtungslager eingerichtet hat, sollte Herr von Breitenbuch wenigstens schon mal gehört haben. „Glücklicherweise sind wir in der Lage zu differenzieren und sehen die Gesellschaft sehr viel komplexer als manch CDU-Landtagsabgeordneter. Gerade deshalb sind wir wohl auch an einer Veränderung interessiert.“, so eine Sprecherin des Vereins. Doch auch diese scheint von Breitenbuch eher kritisch zu sehen. Er bevorzugt scheinbar den Stillstand oder möchte am besten noch ein paar Schritte zurückgehen. „Wir haben mehrfach signalisiert, dass wir an einer konstruktiven Diskussion interessiert sind. Darauf wurde bisher nicht reagiert. Ganz im Gegenteil. Es werden weiter zusammenhangslose Anschuldigungen hervorgebracht, die nicht weiter vertieft werden, sondern meist aus ein, zwei Sätzen bestehen. Wir als Verein sehen keinen Sinn mehr weiter darauf einzugehen. Die Diskussion kann gern geführt werden – dann aber bitte im Gespräch auf einer sachlichen Ebene.“ Weiterhin ist es absolut lächerlich, dass als neuer Kritikpunkt am Verein, der Wohnort von Mitgliedern hervorgebracht wird. Es lohnt nicht weiter darauf einzugehen, was an einem Feindbild „Connewitz“ alles verwerflich ist, nur so viel dazu: „Der Großteil der Mitglieder von Bon Courage ist in Borna aufgewachsen und genau darin liegt auch der Grund warum wir uns gegründet haben. Weil wir nicht mehr auf die Straße gehen konnten ohne Beleidigungen und Angriffen ausgesetzt zu sein. Weil das Ausmaß an nazistischer Gewalt nicht mehr ertragbar war und weil dies gesellschaftlich und politisch ignoriert wurde. Wir sind also durch und durch ein Bornaer Verein, der sich gegründet hat, um den Bornaer Zuständen entgegenzuwirken. Falls Herr von Breitenbuch daran zweifelt kann er gern einen Blick in unsere Chronik werfen, die zeigt, dass wir fast jede Woche in Borna waren – aufgrund der zahlreichen Übergriffe legt sie trauriges Zeugnis darüber ab." |
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